[Rezension] Von der Dunkelheit geliebt


Von der Dunkelheit geliebt


Autor: Natalie Luca
Verlag: Dark Diamonds
Seitenanzahl: 304 Seiten
ET: 31.03.2017
ISBN: 978-3-646-30019-2
Quelle







Kreative Welt, farblose Protagonistin, anders als erwartet und konnte mich nicht mitreißen. Schade!

**Folge deiner Bestimmung in eine Welt, die nur du retten kannst*

Seit ihrer Kindheit wird die 19-jährige Alexia von einem dunklen Schatten begleitet. Meist taucht er nur in ihren Träumen auf, doch manchmal erahnt sie seine Präsenz sogar im Alltag und ist kurz davor, an ihrem Verstand zu zweifeln. Bis sich der mysteriöse Schatten im Augenblick der größten Not plötzlich materialisiert und ihr nicht nur das Leben rettet, sondern sie auch in seine Welt mitnimmt. Erst dort soll Alexia erfahren, wer ihr dunkler Beschützer in Wirklichkeit ist und warum er ihr seit Jahrzehnten nicht von der Seite weicht… (© Dark Diamonds)


Natalie Luca ist für mich keine unbekannte Autorin, da ich bereits 4 Bücher von ihr kenne, die mir gut gefallen haben. Dementsprechend neugierig war ich auf ihr neustes Werk „Von der Dunkelheit geliebt“, dessen Klappentext mich sehr neugierig gemacht hat. Nur leider flaute die Spannung schnell ab und meine Begeisterung blieb auf der Strecke.


Die Handlung


Im Vergleich zu der tatsächlichen Handlung sagt der Klappentext kaum etwas über das Buch aus. Alexia befindet sich plötzlich in einer anderen Welt, wo Ungleichgewicht zwischen Gut und Böse herrscht. Und sie soll alles wieder ins Lot bringen.
Mithilfe des Kriegers Davian soll sie sich auf die Suche der sechs Naturgeister begeben und einen Krieg abwenden.

Doch die Spannung flaute immer wieder ab. Sie war da, dann wieder weg. Da. Weg. Es war ein ewiges hin und her.
Der Anfang war schnell und man wird quasi sofort in die neue Welt geworfen, doch dann dauerte es lange, bis Alexia zu der eigentlichen Aufgabe kommt.
Der Beginn (nach den aufregenden ersten paar Seiten), war gemächlich, wenn auch mit Spannung versehen. Erst gegen Ende ging alles Schlag auf Schlag.
Und mir ging alles viel zu leicht. Alexia flog alles so zu, sodass Überraschungen ausblieben und das Ende ziemlich schnell klar war.
Schade, aber wenn ein Buch – in meinen Augen – so vorhersehbar ist, verliert es für mich einen großteil der Spannung.

Natürlich gab es auch eine Liebesgeschichte. Gut, es gab mehrere und sie schienen alle mit dem Schicksal verbunden zu sein und...dennoch waren sie für mich nicht glaubwürdig. Sie waren einfach da. Normalerweise hibble ich mit den Charas mit, habe Herzrasen und ein dümmliches Lächeln im Gesicht, wenn der Liebste/die Liebste auftauchen soll, aber so war es hier nicht. Die Liebesgeschichte war da, aber für mich nicht spürbar.


Die Charaktere


Gleich vorweg:
Ich wurde mit Alexia, der Protagonistin des Buches, einfach nicht warm. Sie ist 19 Jahre alt, lebte ein Leben lang in Chicago und fühlte sich immer ausgegrenzt. Am Anfang mochte ich sie gerne, aber je mehr ich von ihr las, desto nerviger kam sie mir vor. Ihre Gedanken und ihre Sorgen passten für mich einfach nicht. Sie kam mir so naiv, dumm und manchmal viel zu gestellt vor.
Als Leser erfährt man zwar einiges über sie, aber im Großen und Ganzen blieb sie farblos und undurchsichtig. Für mich war ihre Charakterisierung einfach zu wenig.

Damian, ihr Krieger, der sie bei ihrem Abenteuer begleitet, war für mich viel authentischer und lebendiger. Er war die einzige Person im Buch, dessen Handlungen ich nachvollziehbar fand bzw. seine Gedanken glaubte.

Bei all den anderen Charakteren erfährt man einfach viel zu wenig oder alles ging viel zu schnell. Gefühle waren da, wo so schnell gar keine sein konnte. Alles ging so Schlag auf Schlag, ohne, dass die Möglichkeit da war, die Personen im Buch näher kennenzulernen.


Die Schreibweise



Die Schreibweise selbst ich locker, leicht, angenehm und schnell zu lesen. Die Sätze sind kurz und bringen einen gut durch die Handlung. Die Beschreibungen der Umgebung sind bildlich und man kann sich die neue Welt, in der Alexia plötzlich steckt, gut vorstellen.

Ein Buch, das gut unterhält mich aber nicht überzeugen konnte. Die Charaktere waren farblos und die Handlung war zuerst langsam und gegen Ende passierte viel zu viel auf einmal. Die Schreibweise war locker, bildgewandt und angenehm, aber dies konnte es auch nicht retten.
Ich finde es ehrlich schade, da der Klappentext vielversprechend klang und das Cover meine Neugierde noch extra weckte.
Dennoch konnte mich „Von der Dunkelheit geliebt“ nicht so fesseln wie gehofft und bekommt von mir 2 von 5 Federn.


Ich möchte mich ganz herzlich bei Dark Diamonds und Natalie Luca für die Bereitstellung des Leseexemplares bedanken!


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