[Kurzrezension] Prager Fragmente

Prager Fragmente

Autor: Roman Achmatow
Verlag: /
Seitenanzahl: 92 Seiten
ET: August 2017
ISBN: keinen
Quelle






Wie der Titel so passend beschreibt: Fragmente über die Stadt Prag und all die Gedanken, die dabei aufkommen! Achtung Fernweh Gefahr!


Während meines letztjährigen siebenmonatigen Aufenthaltes in der tschechischen Hauptstadt Prag sind 14 Kapitel (davon 12 Kurzgeschichten) entstanden, die einiges auffangen was mir wesentlich erscheint: Naive Gedanken vor der Abreise, melancholische Erlebnisse bei nächtlichen Spaziergängen durch die Altstadt, aufregende Abenteuer in den Metros der Stadt, ernüchternde Eindrücke bei einer zufällig angetroffenen Demonstration des tschechischen PEGIDA-Ablegers, die bunte Lebensfreude internationaler Straßenfeste und so vieles mehr. (© Ebay)




Reisen…wer von uns tut das nicht gerne bzw. wünscht sich die eigenen Gedanken aufzuschreiben, damit man auch später etwas davon hat?
Vermutlich viele…und die meisten (mich eingeschlossen) sind viel zu faul die ganzen Gedanken niederzuschreiben, immerhin will man auch etwas vom Urlaub haben, oder?

Roman Achmatow verbrachte 4 Monate in Prag, zwar nicht aufgrund eines Urlaubes, aber wegen des Studiums.
Und weil er es liebt zu fotografieren und zu schreiben entstand so sein Blog Essay Pics.
Ein Blog, auf dem er seine Gedanken, Meinungen und Erlebnisse teilte.
12 Blogbeiträge verarbeitete er in diesem Büchlein und herauskam eine Sammlung aus Gedanken und Eindrücken!
Poetisch, witzig, wirr.
Unterhaltungswert: sehr hoch
Reiselust: steigt enorm
Persönliche Gedanken: bin positiv überrascht

Das wohl besondere von „Prager Fragmente“ ist wohl die Tatsache, dass es zwar um die Stadt an sich geht, aber es dennoch nicht wie eine Werbebroschüre wirkt a la:
Perfekteste Stadt der Welt. Kommt und besucht sie! Muss man gesehen haben!
Nein, es ist definitiv keine Werbebroschüre und dennoch macht es Lust auf Prag.
Warum?
Roman Achmatow hat persönliche Eindrücke gesammelt und diese in seinen Texten niedergeschrieben.
Er hat sich Gedanken über seine Mitmenschen gemacht, über die graue Stadt und bunte Momente erlebt. Er wurde Zeuge einer Demonstration und lernte, dass etwas Vorplanen nicht schaden würde, jedoch Spontanität das Leben spannend hält.

Wortgewandt führt Roman durch die Kurzgeschichten und als Leser erlebt man seine Sicht und seine Gedanken darüber!
Genau deswegen macht es auf Prag so neugierig, denn wird man auch so denken wie er?
Werden wir die graue oder die bunte Stadt erleben?

Es ist ein Reisetagebuch, das die Sonnen- und auch Schattenseiten dieser Stadt aufzeigt. Und genau das macht so neugierig! 

12 Kurzgeschichten zum immer wieder lesen!
Man wird nachdenklich gestimmt oder zum Lachen gebracht. Doch hauptsachlich passiert eines:
Man will die Stadt Prag selbst erkunden und kennenlernen, sich selbst Meinungen und Gedanken darüber bilden.
Vielleicht nicht für volle 4 Monate, aber für ein paar Tage, eben so lange, bis man die stille, die graue und auch die bunte Seite von Prag kennengelernt hat.
Von mir bekommt Roman Achmatows Erstlingswerk 5 von 5 FedernEs ist lesenswert und beschert einem Fernweh!


Ich möchte mich ganz herzlich bei Roman Achmatow für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!


Falls ihr auf Essay Pics neugierig geworden seid, kommt ihr *hier* zu seinem Blog! Es lohnt sich!


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